Zither-Manä

Landler und Blues der Südstaaten

Pressestimmen

Schlagzeilen

  • Jaulende Zither (Donaukurier 2007-01-06)
  • Zither-Manä ein Keith Richards der Volksmusik (Münchner Merkur, 2006-10)
  • Anarchisten der Volksmusik (Oberbayerisches Volksblatt, 2005-11-09)
  • Wie ein Rocker der ersten Stunde (Süddeutsche Zeitung 2005-09-26)
  • Auf und unter dem Tisch - Saiten und Stimme nicht geschont (Merkur, 2005-01-10)
  • Bayerns Antwort auf Jimi Hendrix und Chuck Berry (Schliersee, 2005-01)
  • "Powervolksmusik" mit Zither und Bass: Landler wird zu Rock'n'Roll (Miesbach, 2003-02)
  • Revolutionäre Töne im Blues-Rhythmus (Süddeutsche Zeitung, 2003-09-25)
  • Gegen Scheinheilige und Schreibtischtäter (Merkur, 2003-09-15)
  • Pink Floyd und der Hasenkiller (Donauwörther Zeitung, 2002-10-16)
  • "Rox'n'Roll" lässt den Zeltboden krachen (SZ, 2001-07)
  • Hochexplosive Mischung (Freisinger Tagblatt, 2001-03)
  • Bitterböse Nabelschau (Tagblatt, FFB, 2001-03)
  • "Gschwoischädl" zittern vor Manä (Isen)
  • Die Gesetzlosen der Volksmusik (Sänger- und Musikantenzeitung 2000-06)
  • Wehe wenn sie losgelassen (Neustadt,2000-10)
  • Hauch von Woodstock weht durch den Raum (Der neue Tag, Oberpfalz, 2000-10)

Kritiken

Er ist ein bayerisches Original und der Erfinder des Zither-Rocks: Zither- Manä alias Manfred Zick setzt sein Instrument unter Strom und zeigte in der Neuen Welt eindrucksvoll, was man mit einer Zither alles anstellen kann. Die Zither, wohl eher bekannt durch ruhige alpenländische Stubnmusi, wird unter seinen Händen zum farbenfrohen Schmelztiegel für musikalische Experimente. Das Programm ?Landler und Blues der Südstaaten? folgt der Beweisführung, dass Landler und Blues nahezu identisch sind...
So jault und ziepst die Zither in den höchsten Tönen bei ?Cry To Me? von den Rolling Stones. Der Mann im Strickjanker zeigt die wahren Wurzeln der Volksmusik, welche ? egal ob der Blues in den amerikanischen Südstaaten oder der Landler in Deutschlands Süden ? immer aus dem tiefsten Inneren kommen, fern jeglicher seichter Volkstümelei. Manfred Zick huldigt seinen erklärten Vorbildern: Kraudn-Sepp, Roider Jackl und Kiem Pauli auf der einen sowie Chuck Berry, Sonny Boy Williamson und Robert Johnson auf der anderen Seite. Er lässt die Grenzen zwischen Landler und Blues verschwimmen, ob ?Come On In My Kitchen?, ?Wann in aller Fruah?, ?Oh Carol? oder ?Fünf Minuten später? ? der Zither-Manä hat es drauf und bringt beides authentisch rüber.
Der ganz eigene Sound von Zither-Manäs elektronisch verstärktem Instrument wird kongenial von H. H. Babe (sprich Äjtsch Äjtsch, nicht etwa Ha- Ha) alias Hartmut Hotzel am Bass ergänzt. Er bildet die virtuose Basis für den stilistischen Reigen zwischen Tango, Irish Folk und Rock ?n? Roll. Herausragend ist die inbrünstige Interpretation des Duos von der Psychodelic-Ballade ?Shine On You Crazy Diamond? von Pink Floyd. Gänsehaut garantiert! Genauso wenig machen die beiden Halt vor Klassik, Mozarts Klavierkonzert in C-Dur klang schon lang nicht mehr so erfrischend anders...
Donaukurier 2007-01-06

Von kraftvollem Wechselbass angetrieben, erklang hier die traditionelle Volksmusik jung und vital, bevor der Zither-Manä diese althergebrachte Form des Zitherspiels mit den nur scheinbar konträren Musikgattungen des 20. Jahrhunderts vermählte. Da blühte ein stimmungsvolles Stück aus der frühen Blues-Ära - emotional stets auf dem Grat zwischen Ballade und lebensfrohen Dur-Melodien wandelnd - in einem jaulenden Bottleneck-Vibrato. Und in den Blues-Gstanzln brachte der Zither-Manä nicht nur Volksgut, sondern auch beißenden Spott aufs Parkett.
Der Kreis schlossen wiederum der Zither-Manä und sein Bassist H.H.Babe mit einer Rückschau auf die evolutionären Anfänge des "Zither-Rocks". Aus den triolischen Blues-Takten schälten sie einen Landler heraus, um schließlich wieder zu modernem Sound zu wechseln: Zu den Melodien der Rolling Stones ließ der Zither-Manä den Verstärker heulen, spielte auf dem Tisch, unter dem Tisch - ein Keith Richards der Volksmusik, der die Besucher im gasthof Knabl zu spontanem Jubel animierte.
Münchner Merkur, 2006-10

Wo es was zu kritisieren gibt, da langte er kräftig hin: Seine Botschaften in Text und Ton sind deutlich: Protestsongs gegen Ignoranz und politischen Größenwahn in Bayern, Deutschland oder sonst wo in der Welt.
Dabei sah zunächst alles nach einem idyllischen Hoagascht mit zünftiger Stubnmusi aus. In Hemd mit Trachtenweste und einem Textbuch saß der Manä am Tisch, plauderte und ließ beschaulich seine Zither klingen. Als aber dann H.H.Babe mit seinem Doppelhals-Bass zur Unterstützung auf die Bühne kam, war es mit den "staaden" Klängen gleich vorbei. Schnell war klar, hier haben sich zwei Gesetzlose der Volksmusik getroffen ...
Das ungewöhnlichde Duo setzte sich und ihre Instrumente unter Starkstrom und zelebrierte "schwarze Volksmusik". Mit elektronischer Verstärkung entlockte der Zither-Manä dem alpenländischen Traditionsinstrument beinahe singende Klangabfolgen, wie man sie sonst nur von Jimi Hendrix oder Peter Frampton kennt. Landler und vorweihnachtliche Melodien verwandelten sich zu Rhytm & Blues und Rock'n'Roll. Traditionsbewußten Trachtlern dürfte "Smoke On The Water" von Deep Purple auf der Zither mit Sicherheit missfallen, die Zuhörer hingegegen waren begeistert. "Shine On You Crazy Diamond" von Pink Floyd war so nah am Original, dass einem richtig unheimlich wurde ...
Man nehme Psychodelic Rock, ein wenig Krautn-Sepp und Roider Jackl. Zusammen mit dem Blues der Südstaaten und den Weisen alpenländischer Zitherkunst mischten die beiden volksmusikalischen Sprengstoff. Der war hochexplosiv und hatte so gar nichts mit volkstümlicher Musik zu tun, weil er nämlich der echten und wahren Volksmusik am nächsten ist. Der Zither-Manä und H.H.Babe sind der lebende Beweis: Neben dem Kommerz der postmodernen Beliebigkeit hat der aufrührerische Geist der Woodstock-Generation überlebt und trotzt allen volkstümlichen Musikanten, die uns miese Ware als Kunst verkaufen wollen. Dafür vielen Dank!
Oberbayerisches Volksblatt, 2005-11-09

Wie ein Rocker der ersten Stunde: Zither-Manä unplugged, Konzert mit kabarettistischem Einschlag
Er ist ein bayerisches Original, und. er ist der Erfinder des Zither- Rock. Manfred Zick hat im Oberland längst Kult-Status erreicht. In seinem 25. Jahr als Zither-Manä bot er am Freitagabend im Barocksaal im Rahmen der Tegernseer Woche neue und alte Lieder - und zwar unplugged. Nach einem volksmusikalischen Auftritt im Jahr 1980 kam es zu einer Session mit Rockmusikern. Erstmals wurden dabei der Zither rockige Klänge entlockt. Es entstand ein ganz eigener Sound: eine Mischung, die zu einem permanenten Klangexperiment werden sollte. "Denn de Zither hob i selba kafft, oiso mach i damit, wos i mog", dachte sich der Zither-Manä. Und so eigenwillig wie der Künstler ist auch dessen Programm.
Auf die Bühne trat ein Mann im Strickjanker, von dem das Publikum spontan am ehesten traditionelle Zithermusi erwartet hätte. Nach dem ersten Landler wurde aber schnell klar, dass hier keine beschauliche Volksmusik geboten wird. Zwar hatte der Zither-Manä auch Lieder vom Kraud'n Sepp oder über den Wildschützen im Programm, dennoch zeigte Zickdeutlich, wer und was ihn geprägt hat. Bisweilen ließ er seine Zither klingen wie eine verzerrte E-Gitarre, groovte mit der Mundharmonika zum eigenen Playback. Mal ahmte er Sonnyboy Williamsons intensiven Blues nach, mal wirbelte er durch den Zuhörerraum wie ein Rocker der ersten Stunde und brachte das Publikum, zum Grölen. Doch immer, wenn seine Musik Marke Chuck Berry und Jimi Hendrix fast außer Rand und Band geriet, wurden die urtypischen Klänge der Zither wieder hör- und spürbar. Die Darbietungen erschienen wie ein permanenter Versuch, die wahren Wurzeln der Volksmusik zu zeigen, fernab von kleinkarierten Klischees und seichter Volkstümelei.
Aber nicht nur die Musik ließ das Publikum aufhorchen. Nachdenklich stimmten auch die zeitkritischen Texte. Bissig, bisweilen zynisch dichtete der Musiker vom Stoiber-Buam in seiner Staatskanzlei und vom Bayerischen Rundfunk. Aus der Sicht eines Texaners kommentierte er den Bayern und seine Gepflogenheiten - nicht, ohne selbst hartgesottenen Zeitgenossen zuzusetzen. Ein Lied widmete er dem alten Amerika. Denn mit dem neuen will er nichts zu tun haben, so der Zither-Manä. Er gab sich stets mahnend, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben.
Mit einem Stück der Rolling Stones trat er den Beweis an, dass Landler und Blues nahezu identisch sind, indem er von einem zum anderen wechselte, ohne dass deutliche Unterschiede entstanden. Überhaupt ist der Zither-Manä ein gutes Beispiel dafür, wie Grenzen verschwimmen können: vom Bayerischen zum Englischen, von der Volksmusik zu Blues und Rock. Der Zither-Manä begeisterte mit einem facettenreichen Programm, das Althergebrachtes immer wieder in Frage stellte.
Merkur 2005-09-26

Einmal losgelassen, rockt er mit seinem Partner, dass der Saal erbebt. Der "Manä" zeigte auch dieses Mal eindrucksvoll, was man mit einer Zither alles anstellen kann. Sein Instrument, das normalerweise auf einsamen Berghütten an stillen Abenden beruhigende Wirkung auf die Zuhörer ausübt, wurde unter seinen Händen zu einem Universalgerät für Rock, Blues, Country und bayerische Volksmusik. Überhaupt erlebte das Publikum in dem Konzert zwei Gesichter des genialen "Manä", der seine Zither ebenso wie sein Partner die Bass-Gitarre beherrscht wie kein anderer. Dabei gehen die unvergleichliche Musik, seine Mimik und Gestik und die humorvollen, aber auch bissigen Texte sicher schon mal unter die Haut. Andererseits zeigte sich der Künstler wiederum nachdenklich und mahnend in seinen Beiträgen, so dass manim Saal eine Naddel hätte fallen hören können.
"Mir san die echten Schwarzen", erklärte der Zither-Manä dem Publikum, "denn für Blues und Landler braucht man kein schwarzes Parteibuch, sondern eher eine tiefschwarze Seele".
2003-09-25

Manä wird derweil zum Akrobat. Krabbelt auf und unter den Tisch, zithert auf Teufel komm raus und reizt die Saiten aus. Und Babe ist voll dabei. Aber immer wenn's hoch elektronisch und "hardrockig" wird, schleicht sich ein heimeliger Landlerton dazwischen. Und auch die Show wird nie wirklich zum Selbstläufer. Denn Manä und Babe sind zwei "Echte". Z wei Naturereignisse. Zwei Originale. Zwei, die es in der Welt der zwangserotischen Playback-Hupfdohlen und hirn- und herzlosen Hitfabriken eigentlich gar nicht mehr gibt.
Donauwörther Zeitung, 2002-10-16

Starke Sprüche und noch stärkerer Sound im vollen Saal beim Wirt in Großwimpasing: Zither-Manä gab Alles. In fast schon sadistischer Manier quälte er die Seelen derer, die die volkstümliche Musik hochhalten. Die Zither, die normalerweise dem Bergsteiger auf einsamen Almhütten Gesellschaft leistet, wurde unter seinen Händen zu einem Universalgerät für Rock, Blues, Country und dem Landler...
Das Konzert begeisterte nicht nur, es verblüffte die Musikfreunde auch durch die Erkenntnis, was man mit einer Zither alles machen kann... Erst nach einer Gesamtspielzeit von drei Stunden waren die Gäste zufrieden.
Münchner Merkur, 2001-11-12

Auch wenn er an diesem Abend mit Rücksicht auf das Publikum der Volksmusik etwas den Vorzug gab, er ist ein exzellenter Zitherspieler und hat mit Hilfe der Elektronik neue Dimensionen mit dem Instrument erreicht. Doch wenn dann auch noch H.H.Babe voll in die Saiten seiner 12-String greift, dann sind die beiden auf dem direkten Weg in den Rock-Olymp. Absolutes Highlight dabei die Hotzel-Komposition für Bass mit einem virtuos ausrastenden Zither-Manä. Die beiden möchte man doch mal richtig harten Rock spielen hören.
Süddeutsche Zeitung, 2001-11-12

Er macht einen harmlosen Eindruck, so lange er seine Finger von der Zither lässt und den Mund hält, der Zither-Manä Manfred Zick aus Hauserdörfl. Setzt er seine Zither unter Strom und sein Kollege H.H.Babe, Hartmut Hotzel aus München, greift zur Bassgitarre, ist es mit dem K lischee von den "staaden" Zitherklängen vorbei.
Zwei Stunden lang setzten die beiden kabarettistischen Ausnahmemusiker ihre Zuhörer der Kleinkunstbühne Futura unter Strom. Stellte sich nur noch die Frage, was war besser, die satirisch bissigen und zeitkritischen Texte oder die Musik, von bayerischer Stubnmusi bis zu Jimi Hendrix und Pink Floyd? Beides zusammen ergibt eine virtuos umgesetzte, hochexplosive Stimmung ohne jede Performance - und das macht den Reiz des Duos aus. Das Klischee von der Naivität traditionsloser Lederhosenmusik bricht zusammen und schafft Raum für einen Hauch Woodstock und "Rocking Amadeus".
Oberpfälzer Tagblatt 2000-10-31

Die Zither blies den Schaum vom Bier. Er ließ Jeans und Lodenjanker friedlich beim Steinkrug vereint aneinanderrücken... Zither-Manä und H.H.Babe mit seinem Baß begeistern im Mozarteum.
Salzburger Nachrichten

Pressestimmen zu H.H.Babe

Nach der Pause kommt das Publikum dann voll auf seine Kosten. Zick und Babe drehen voll auf. Die Mischung aus Blues und Rock'n'Roll begeistert die Gäste...
Während Zick die Zither bearbeitet, gibt Babe an Bass und Gitarre alles. Takegefühl und Temperament von Babe sind einfach unglaublich. Das Publikum hat jetzt richtig Feuer gefangen ... Nach fünf Draufgaben hat das Publikum immer noch nicht genug und will das Duo nicht von der Bühne lassen.
Oberbayerisches Volksblatt, 2005-11-07

Später kam H.H.Babe auf die Bühne. Mit "normalem" E-Bass und einer exotisch aussehenden Spezialkonstruktion mit zwei Hälsen definierte er das Bassspiel für sich virtuos und ganz neu.
Plattling, 2003-03-31

Sphärische Klänge zaubert H.H.Babe mit seiner Komposition "Idyll 23" ins Gewölbe, auch den Wüsten-Blues belebt der Mann am Bass mit drucksvoller Virtuosität und im harmonischen Einklang mit der Zither Tango-Rhythmus, irischer Folk, die Psychodelic-Ballade "Shine on" von Pink Floyd - da fehlt eigentlich nichts mehr, außer, dass der Manä im Zither-Wahn auf den Tisch steigt.
Neuöttinger Anzeiger, 2002-10-28

Der Mann ist sein Geld wert! Der spielt den E-Baß mit einer Hingabe, die man erst suchen muß. Das zippt und brummt, vibriert und säuselt. Das schmeichelt im Gehörgang und kriecht in die Eingeweide. Das ist einfach große Klasse: Die selbstverschuldete Unfähigkeit der meisten Baßton-Zupfer läßt H.H.Babe weit hinter sich. H.H. heißt eigentlich Hartmut Hotzel und hat im Mühldorfer Haberkasten einen wunderbaren Tag erwischt. Er ist da nicht bloß ein versierter, geschickter, ja glänzender Musiker, sondern er ist ein Magier. Er zaubert mit Klängen. Und wenn er auch noch das Effektgerät anwirft, dann gibt das ein Spiel ohne Grenzen. Rock´n´Roll und Blues poltern zur Polka. Landler steppt zu Mozart: C-Dur Klavierkonzert. Da möchte man am liebsten Yeah! Und Bravo! Gleichzeitig brüllen. Doch das schönste bei alldem ist: der interdisziplinäre Schweinsgalopp lahmt nicht. Und Hotzel läßt es nicht bei dem Showspiel. Seine eigenen Stücke können es durchaus mit Pink Floyd aufnehmen. Denen fehlt nichts. Die haben alles, was eine Rockballade zum Leben braucht; "Idyll 23" heißt nur so und klingt ganz anders.
Mühldorfer Anzeiger 1997-03
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