Zither-Manä

Landler und Blues der Südstaaten

Zither-Manä & H.H.Babe
Endzeit für Götter
 
  1. Alpara [5.14]
  2. 5 Minuten später [1.57]
  3. Götter [3.33]
  4. Conference [0.46]
  5. Konzert für Klavier und Orchester KV 467, 2. Satz: Andante von W. A. Mozart [4.53]
  6. Zufriedenheit (Wann in olla Fruah) [2.16]
  7. Im Trachtenheim [3.57]
  8. Am Waldesrand [2.27]
  9. Conference [1.12]
  10. Waltzing Mathilda [6.12]
  11. Conference [0.42]
  12. Herbstimpressionen [3.00]
  13. Grabinschriften [3.42]
  14. Idyll 23 [5.32]
  15. Freindal kennst du das Haus [2.33]
  16. Sogta , hodagsogt, soge [3.53]
  17. Conference [1.06]
  18. Weile an dieser Quelle [4.25]
  19. Conference [1.49]
  20. Endzeit [4.57]
Cover

    Texte und Verlagsangaben


    Alpara [5.14]

    Text: Manfred Zick
    Musik: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Am Berg is's schee, mei Herz duat weh,
    d'Luft ist g'sund, de Beich san rund.
    Die Erde ist - uns untertan,
    und wer zoilt, ja, der schafft an.

  2. Und am Sonntag, fahr'ma an an See,
    mit'n Brettl und mit'm Sportcoupee,
    Moi s'Brett'l vorm Hirn, moi im Wasser drin,
    kemma Jesus gleich, über'n See dann geh'n.

  3. Rad'l fahr'n in da Mittagssonn,
    roade Köpf, aber schwer in Form,
    Und jetz derf'as, wie'sa's oiwei scho dean
    in da Einbahnstraß - dageg'n vakehr'n.

  4. Mia san mia und schreib uns uns,
    und des mehra, des g'hört uns.
    Und de mehran, des san mia,
    zamg'suffa s'Hirn, - doch s'sog'n hab'n mia.

  5. Da oane ob'n, da anda unt,
    kerngesund, ja mia san Hund,
    Da Ober sticht - an Unta glei,
    Is wer dageg'n, dem stopf'ma's Mei.

  6. Frau und Mann kemma nimma klar,
    sie lieg'n se oiwei in de Haar.
    Imma mehra gengan - ausanand,
    s'Gfui is außer Rand und Band.

  7. Hirsch und Reh, werd'n oiwei mehr,
    so wia de G'spickt'n mit'n Schießgewehr.
    Nur so zum Spaß, do druckan's ob,
    sie pflegn den Woild - wia a Massengrab.

  8. Und uns're Bauan, de san grün,
    schaug'n, dass de Wies'n blüh'n.
    Und s'Wasser schmeckt tierisch guat,
    frischer Odel - g'sundes Bluat.

  9. Ja, Alpara, wos is do g'scheg'n,
    des is doch friaras - ned so g'wen,
    Nix is mehr wert, ois's is valog'n,
    Do huilft nur no - da Guildo Horn.

    5 Minuten später [1.57]

    Text und Musik: Volksgut
    Bearbeitung: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. An einem Sonntag Nachmittag, da reitet ein Kommiß
    auf seinem Pferdchen hopp hopp hopp, im Trab reit' er mit Schmiss.
    I wünsch da Glück, schreit jeda glei: „Wia Du reit' ned a jeda;
    drauf kimmt da Gaul alloa nach Haus – nur 5 Minut'n späda.

  2. Die Marie schreibt an Liebesbrief an ihr'n geliebten Schatz:
    in meinem Herzen hast ja nur Du alleine Platz.
    I bleib da treu bis in den Tod, mein vielgeliebter Peter!"
    Aber glei drauf is's mitaran andan g'schob'n -- nur 5 Minut'n späda.

  3. Im Wirtshaus, do sitzt oana herin, der wui sich rekommandier'n.
    "Heit", sogta, "schmeißt mi koana naus, grod oana soi's probier'n!"
    Er haut mit da Faust glei eine an Tisch und schreit ois wia a bläda.
    Aber glei drauf sixt hoild draust oan lieg'n - kam 5 Minut'n späda.

  4. In einem Tölzer Schuhsalon, da kauft sich eine Frau,
    a feins paar Stiefe sauba und nett und pass'n deans genau.
    Sie hod a Freid an ihrane Schua und an dem schönen Leder:
    Koa Absatz mehr, de Soiln valor'n - kam 5 Minut'n späda

    Götter [3.33]

    Text: Manfred Zick
    Musik: Hartmut Hotzel
    © Ziro-Verlag
  1. Götter in Weiß, - hab'n ihr'n Preis,
    ois's wiss'n bessa, - und scho liegst untam Messa.
    Götter in Weiß, - kost'n an Schweinepreis.

  2. Götter in Grau - san soo schlau,
    schleimig grau - im Aktenbau
    Götter in Grau - oft wia a Sau.

  3. Götter in Schwarz - foilsch wia a Ratz,
    fett wia a Broz, - zaach wia Rotz.
    Götter in Schwarz - wia a Heislratz.

  4. Götter in Rot - san fast dood,
    Papst liebt Castro - Jesus tobt.
    Weiß, Grau - Schwarz, Rod
    Braun
    Ich weiß, Schwester
    Der Preis ist heiß
    Schweindl

    Helau
    Mahlzeit
    aber immer korrekt

     
     
     

    Heil
    geil
     
    2, 3, 4

    Du sollts keine fremden Götter neben Mir haben!
 

    Conference [0.46]

    Text: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Konzert für Klavier und Orchester KV 467, 2. Satz: Andante [4.53]

    Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
    © Ziro-Verlag

    Zufriedenheit (Wann in olla Fruah) [2.16]

    Text und Musik: Volksgut
    Bearbeitung: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Ja, wann in olla Fruah am Berg de Sonn aufgeht,
    und da Hirta-Bua von da Liegastatt aufsteht;
    noch seim Morg'ngebet, do jodelt er volla Freid,
    das is das Zeichen der Zufriedenheit.

  2. Bei da Almbach-Zenzi, do geht's lustig
    zua, zu dera kimmt oi Doog an andra Bauanbua;
    bei der ihr'n Fenstal do geht's zua
    des ganze Jahr, bis daß des Mad'l aufamoi zu fried'n war.

  3. Am Land, wenn Hochzeit is, ja do geht's lustig zua,
    do raaft und danzt a jäda frische Bauanbua
    und an Jagalenz, dem haun's drei Ripp'n ei,
    de andan sog'n er kon zufried'n sei.

  4. In da Staatskanzlei, ja do geht's lustig zua,
    do bät den ganz'n Doog da kloane Stoibabua;
    am Kopf an Heiligenschein und‘s Kruzifix an da Wand,
    dann is sei schwarze Seel außer Rand und Band.

    Im Trachtenheim [3.57]

    Musik: Volksgut, Bearbeitung: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Am Waldesrand [2.27]

    Text: Manfred Zick
    Musik: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Am Waldesrand - stäht a Försterhaus
    do schaut d'Muadda - noch ihrane Männer aus.
    Vom Woild her kemman - finstre G'stoilt'n raus.

  2. Auf a Bahre - ganz schlicht aus Hoiz,
    lieg'n Vater und Sohn - der Muatta Stoiz.
    Des is z'vui für - a schwach's Weiberherz.

  3. Do ringt sie d'Händ - zum Himme glei,
    aus ihra Brust, - do kimmt oa Schrei:
    "Jezt san scho wieda b'suffa - de zwoa Sei!"

    Conference [1.12]

    Text: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Waltzing Mathilda [6.12]

    Text und Musik: Eric Bogle
    Übersetzung und Bearbeitung: Manfred Zick
    mit freundlicher Genehmigung von PLD Music Ltd. London

  1. I war jung und a Gammler, vogelfrei, voller Kraft,
    i hob g'lebt a scheen's Leb'n -- voi im Saft.
    Von dem grünen Murraybecken bis zum staubigen Antback,
    Doch dann 1915 mei Vaterland rief: "Sohn,
    s'is vorbei, des Gammelleb'n, jetz gibt's Arbeit und Lohn!"
    An Stahlhelm und a G'wehr, des war ois, wos i kriag,
    und dann schick'ns mi eine in'n Krieg!

    Und die Band spuilt Waltzing Mathilda,
    wenn unser Schiff ausse'fahrt aus'm Kai
    unter Tränen und Fahnen vo da Heimat geht's weg,
    so weit weg, mia fahr'n noch Galipoli.

  2. In da Nacht, do denk i oft an den furchtbaren Doog,
    s'Wasser war ganz rot vo unsam Bluad.
    In Suvla Bay am Tag und bei da Nacht:
    wia d'Lämma beim Metzga hab'ns uns g'schlacht.
    A türkische Granat'n hod ma d'Füaß weggag'haut,
    dann bin i aufg'wacht im Hospital, hob meine Aug'n kaam traut.
    Jetz waar i liaba tot, hob's ned g'wußt, mecht schrein,
    daß's wos Schlimmas no gibt wia's Sterb'n.

    I wer' nie mehr ummanandziag'n, Mathilda
    dafür braucht a Mo seine zwoa Füaß,
    Nie mehr a Zelt und Häringe trog'n,
    nie mehr frei sei im Woild, nie mehr jog'n.

  3. Noch am Jahr hab'ns uns versammelt, de Krüppel auf'n Wog'n,
    mit'm Schiff geht's jetz endli wieda hoam:
    Koane Arm, koane Füaß, wahnsinnig und blind,
    die stolzen tapferen Helden von Suvla.
    Und unser Schiff is in Australien in Hafen neig'fahr'n,
    do schau i owi, wo früaras meine Füaß g'wes'n war'n.
    Gottseidank -- hod neamands auf mi damals g'wart,
    und i war froh, neamands hod mit mia g'woant.

    Und die Band spuilt Waltzing Mathilda,
    wia ma uns hod de Gangway obitrog'n.
    Koa Hochleb'n hod's geb'n, nur Glotzen und Schaug'n,
    dann hab'ns wegschaut, de G'sichta zum Bod'n.

  4. Heit sitz i im April auf meina Veranda jed's Jahr,
    da ziagt's vorbei de traurige Heldenschar,
    und i sieh'g de oild'n Kameraden, wia's ganz stoilz maschier'n,
    und ihre Träume des Ruhm's repitier'n.
    De oild'n Männer gengan krumm, ganz steif und wund,
    die müden Helden vo am Krieg -- wia imma ohne Grund.
    Und de Junga frog'n mi: "Wofür marschier'n de heit no?",
    und a i frog mi langsam: "Wozu????"

    Ja de Band spuilt Waltzing Mathilda,
    und de Greise singan imma no mit,
    aber Jahr für Jahr werd'ns weniga sei,
    ja und boild marschiert koana mehr mit.

    Waltzing Mathilda, Waltzing Mathilda
    Who'll come a-waltzing Mathilda with me,
    and their ghosts may be heard as you pass the Billabong.
    Who'll come a-waltzing Mathilda with me?

    Conference [0.42]

    Text: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Herbstimpressionen [3.00]

    Text und Musik: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Idyll 23 [5.32]

    Text und Musik: Hartmut Hotzel
    © Ziro-Verlag

    Freindal kennst du das Haus [2.33]

    Text und Musik: Volksgut
    Bearbeitung: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Freindal, kennst Du das Haus drunt am Paradeplatz,
    do wo so manches Madl drinn hod seinen Schatz;
    und die da drinna sitz'n, de schaun so traurig aus,
    das ist das teure, teure Laßts-mi-aus.

  2. In da Fruah um halbe sechse, do geht da Jammer los,
    do schebans mit de Schlüss'l, na sperr'ns da auf dei G'schloß
    und mit de Wassakiwen, do rennans hin und her,
    ja mit koan Maßkruag leida nimmamehr.

  3. Z'Mittag's um halbe Zweife, do kriagst dann dei Menasch,
    Freindal, de wannst segads'd, des is a wahra Graus,
    erst wannst'as fress'n miaßadst, na kamad'st glei in's Spittoi,
    do lebad'st a nimma lang, vareckad'st boild.

  4. Auf d'Nocht um hoilbe Achte, do kriagst dann die Matratz'n,
    Freindal, de is z'biss'n vo de Meis und Ratz'n,
    vo de Leis und Fläh, do kriagst hoild a koan Ruah
    bis in den andan Doog in oller Fruah.

  5. Eine alte Kupplerin, die einst vorüberging,
    die dacht' in ihrem Sinn: „Do war ich auch schon drinn'!
    Do wo koa Vog'l singt und a koa Zitha klingt,
    do is de Luft ned rein, do sperr'ns di ein!"

  6. Ja, meine liab'n Leid, jetz werd's hoilt a moi g'scheid,
    denkt's nur an einen Gott: an die Gerechtigkeit,
    denn es is a hartes Los, wenn man varriegelt is,
    denn nur die Freiheit ist das Paradies.

    Das war die Sennerin von St. Kathrein

    Sogta , hodagsogt, soge [3.53]

    in memoriam Helmut und Theo

    Text: Manfred Zick
    Musik: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Mia miaß'n spar'n
    spar'n
    er spart aa
    spar'ma hoilt

  2. Da Kohl
    hod's g'sogt
    er spart a
    Saumog'n

  3. Koa Span-
    koa Span-
    s'gibt koa Span-
    mehr -- sogí ned

  4. Span-
    Kohl
    Z'fett
    derf's nia sei

  5. Kloane Leid
    hab'n koa Geld
    aber Kloavieh
    macht an Mist

  6. Vo de G'schwoikepf
    konnst nix hoil'n
    in da Schweiz
    woaßt scho

  7. Diät'n auffe
    Lohn obe
    Hand aufhoilt'n
    do hoiltn's zamm

  8. Drum miaß ma spar'n
    spar'n
    er spart aa
    Spart's hoilt Ihr

  9. De Mauer
    in China
    do steht's no
    steht scho lang

  10. Nolte C.
    Merkel A.
    Frauenpower
    muaß des sei?

  11. Rentenoida
    Rentensteia
    und mit 70'ge
    ob in d'Gruam

  12. d'Sau hodan
    Schweinan K.
    aber wähl'n
    dean'sn doch
    sogta
    sogta
    sogta
    Ja wer?

    sogta
    sogta
    sogta
    is g'sund

    ferkel
    ferkel
    ferkel
    sogta

    ferkel
    Ferkel?
    sogta
    Naa, naa

    sogta
    sogta
    sogta
    Jawoi

    sogta
    sogta
    sogta
    Haa haa haa

    sogta
    sogta
    sogta
    de Sei

    sogta
    sogta
    sogta
    Naa

    sogta
    sogta
    sogta
    Ja, ja

    sogta
    sogta
    sogta
    Ja mei!

    auffe
    freile
    sogta
    ois's klar

    sogta
    sogta
    sogta
    sowieso!

    Unsa oide Kath möcht ano ano
    Unsa oide Kath möcht ano spar'n

    Wart no a bissal, wart no a bissal, spart scho, spart scho.
    Wart no a bissal, wart no a bissal, kaaft nix mehr.
    Sie sogt: Jetz kennans mi gern hob'n, de Sei!!!

    Conference [1.06]

    Text: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

    Weile an dieser Quelle [4.25]

    Epistel Nr. 82 oder das unerwartete Adieu bei Ulla Winblads Frühstück an einem schönen Sommertag

    Text und Musik: Carl-Michael Bellmann (1740-1795)
    Deutsch von Carl Zuckmayr
    © Ziro-Verlag

  1. Weile an dieser Quelle, sieh unser Frühstück ist zur Stelle:
    Rotwein mit Lachsforelle und Petersilie, zart und fein.
    Sag, welche Flaschen sollen aus jenem Korb, dem übervollen,
    leer in das Grase rollen und schmecke, welch ein Duft so rein.

    Dein Mittagswein schäumt aus dem Krug so helle im Frühlingsschein.
    Weile an dieser Quelle, lausch auf des Waldhorns Ton im Freien.

  2. Herrlich im Felde tollen sich Hengst und Stute über Schollen,
    wild hört man Stiere grollen, bisweilen blökt das zage Lamm.
    Hahn auf dem Dache krähet und wie sein Huhn die Flügel blähet.
    Schwälblein den Kopf verdrehet, die Elster schreit vom Eichenstamm.

    Bring her, Kaffee, den Kessel auch, den vollen, Du schöne Fee.
    Herrlich im Felde tollen die Wesen, die ich gerne seh.

  3. Seht, wie das Nympflein eilet und wie ihr Füßlein immer weilet,
    wie sie das Huhn zerteilet und schwitzt im eifrigen Plesier.
    Seht, wie ihr Brüstlein hüpfet und sich ihr Rock beim Bücken lüpfet,
    Ei, wie sie dreist entschlüpfet, faßt man ans Knie und drüber ihr.

    Skol, Ulla, skol, laßt uns ein Schnäpschen trinken, gestrichen voll.
    Dazu ein Stückchen Schinken, das uns vortrefflich munden soll.

  4. Spielet, ihr Musikanten, laßt Lied um Lied wie Schaum aufbranden,
    singet, soll'n alte Tanten ihr Maul zerreißen über mich.
    Schnaps her und scharf wie Feuer, eins pro secundo für die Steuer;
    Schankwirt, das Ungeheuer, summiert die Zeche, widerlich.

    Viel Winde weh'n von unbekannten Landen, viel Jahre geh'n.
    Spielet, ihr Musikanten, laßt Lied um Lied wie Schaum aufweh'n.

  5. Schwirrt wie die nächt'gen Falter um unser Licht, ihr trunk'nen Psalter.
    Bald naht das graue Alter, drum laßt uns heut der Lieder noch erfreuen.
    Ulla, leb wohl du schöne, ein Lied zum Abschied für dich töne
    hörst du die Musensöhne mit süßen Instrumenten fein.

    Schön Ulla bebt, die Liebe ist entschwunden, Ihr Glas sie hebt.
    Ulla, leb wohl du Schöne, du bist zum letzten Male Braut.

    Conference [1.49]

    Text: Manfred Zick nach Kurt Tucholsky 1927
    Wir bedanken und für die Idee bei Dr. Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung

    Endzeit [4.57]

    Text: Manfred Zick
    Musik: Manfred Zick
    © Ziro-Verlag

  1. Manchmoi, do denge ma, wos muaß no ois's passier'n,
    Koana huilft dem andan, mega-in is's Denunzier'n.
    Und de do ob'n machan sowieso wos woill'n;
    uns do unt'n is des wurscht, soi uns da Deife hoil'n.
    Endzeit ---- Endzeit ---- out is in

  2. Wieda in is da Macho und a de brave Frau.
    G'frogt is ned da Mensch, sondern nur de geile Sau.
    S'Glück gibt's nur für mi, koana frogt noch'm Du;
    Koan Bock, no Future, Single - aber übercool!
    Endzeit ---- Endzeit ---- out is in

    Boild kummt de Endzeit, de meist'n san scho high.
    Boild kummt de Endzeit. Ja boild is sowieso ois's vorbei.

  3. D'Leit wern oiwei mehr und des g'foillt da Hierarchie,
    Für'n Kardinal is Abtreib'n wia da Mord an Natalie
    Herbergssuch heitzudoogs - d'Amtskirch is blind,
    Und wieda is a junge Muadda alloa mit ihram Kind.
    Ja mei si's Endzeit ---- s'is Endzeit ---- out is in

  4. Da Kirch foilt seid 1000 Jahr a nix Nei's mehr ei.
    Drum rennan's a de Scharlatane d'Türen total ei.
    Alkohol und Ekstasy g'hör'n zum guten Ton.
    S-Bahn Serf'n, Bungee Jumpin is da Megaturn.
    Endzeit ---- Endzeit ---- out is in

    Jetz kummt de Endzeit, de meist'n san scho high.
    Jetz kummt de Endzeit, ja boild is sowieso ois's vorbei.

  5. Und wega a paar Vabrecha werd jetzt s'Voilk total vawanzt;
    D'Politika hab'n se längst hintam Rechtsstaat vaschanzt.
    Etabliert de 68'ga und da Nachwuchs, ja der schlaaft;
    s' System ist kam no greifbar, aber hod uns olle g'schafft.
    Ja mei si's Endzeit --- Endzeit --- out is in

    Mia hab'n de Endzeit de meist'n san scho high.
    Mia hab'n de Endzeit, ja boild is sowieso ois's vorbei.

 


    Booklet


    Produziert von Zither-Manä & H.H.Babe
    Live aufgenommen im Theater im Fraunhofer, München, im April 1998
    Aufnahme und Abmischung: Bauer Ton & Licht, Aschheim, Tel. 089 / 904 5319
    Cover, Bookletgestaltung, Fotos: Peter Vervier, München, Peter.Vervier@t-online.de
    (P) 1998 Ziro-Records LC 4999 © Ziro-Verlag, soweit nicht anders bei den Titel vermerkt
    Alle Urheber- und Leistungssschutzrechte vorbehalten. Kein Verleih. Keine unerlaubte Vervielfältigung, Vermietung, Aufführung, Sendung.
    Zither-Manä & H.H.Babe bedanken sich bei Helmut Bauer für die technische Beratung in allen Fragen der CD Aufnahmen und Abmischung, Heidi Bauer für die hervorragende Betreuung, Hans Arndt für die Lichtshow und die Nebelmaschine, Peter Vervier für den Cover-Entwurf und das Layout, Eva Schneider vom Fraunhofer und dem Fraunhofer Team.
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