Zither-Rock [4.46]
Text und Musik: Zither-Manä
© Alka Musikverlag
Übersetzung ins Hochdeutsche
Da Fei'rob'nd kummt und i hoit's ohne Musi ned lang aus, do ziage aus'm Kast'n glei
mei Zither raus,
und unverschämt juckt's me in de Finga drin;
i hock me auf an Landler an mei Zither hin.
Doch aufamoi is da Sound ganz g'spaße word'n;
ja, plötzlich war da Zither-Rock gebor'n.
Des is da Zither-Rock, des is da Zither-Rock,
do kriagt mancher glei an Schock beim Zither-Rock,
Rock Rock Rock --- Zither-Rock
An Landla soi' i macha, hab'n de andan g'sogt,
do hob i mi glei hi'g'hockt und ganz narrisch plogt.
Um's Varecka is de Musi nia a Landler word'n,
doch dafür is a neia Sound gebor'n.
Es werd hoilt heit amoi koan Landler geb'n,
wei' meine Finga, ja de führ'n a Eigenleb'n.
Ja, wenn ma se den neia Sound genau o'hört,
dann is des hoilt a G'spaß, so wiar sa se g'hört. Da Rox'n-Roi und Zither
pass'n ganz guat z'amm,
wia wenn er waar in Bayern scho oiwei dahoam.
Warum soill' ma auf da Zitha bloß an Landler spuill'n; und wer des ned
vastäht, den soi' da Deife hoill'n.
Schneck'n [3.20]
Text: Manfred Zick
Musik: Manfred Zick
© Bogner
Übersetzung ins Hochdeutsche
- I sitz an am Montag, s'is no ned lang her
in da Wirtschaft bei a Schüssel Salat.
I denk vor mi hi, laß Gedank'n spazier'n,
bin ganz gierig, weil i Hunga hob.
Scho mach i mein Mei auf, führ d'Gabe zum Mund,
des Blatt'l kummt ma schleimig vor.
Do sieh'g i's scho sitz'n, genüßlich stibitz'n, s'is a Schneck'n, sie is no ganz
kloa.
I hob a Schneck'n g'seh'n,
a so a Schneck'n wui hoilt a no a weng leb'n.
- Entsetzt schmeiß i mei Gabe sofort aus da Hand,
des Saladblatt'l foillt obi an
Bod'n.
Mei Puls geht ganz rasend, mei Herz schlogt ganz wuild, ganz flau werd's ma im
Mog'n.
Wenn i jetz' des Viech glatt obeg'schluckt hätt,
ja, i derf ma's gar ned ausmoil'n.
Gottseidank hob i's no rechtzeitig g'spannt;
und nur langsam kon i mi beruhig'n.
I hob a Schneck'n ...
- Noch a hoibat'n Stund dann, wia i nimma drodenk
und wia i grod scho am Geh bin,
do g'spür i a Kribbeln an meiner link'n Hand
und do hör i a ganz a zarte Stimm:
"I dank da, mei Freind, daß'd me ned g'fress'n host, ja, i wui hoild a no weng
leb'n.
Und desweg'n mecht i da wos in's Ohr sog'n,
daat'st Du mi zu Dir aufeheb'n."
- Mia graust's jetz gar nimma, des hätt i nia glaabt,
i find jetz den Schneck echt
saustark.
I heb'n glei auffe, seine Fühla vibrier'n,
horch zua, wos er zum sog'n hod:
"Wenn i a bloß a kloana Schneck bin,
so hod mei Leb'n doch a an Sinn,
wennst Du mi amoi genaua o'schaug'st,
dann merkst erst, wia schee daß i bin."
I hob a Schneck'n ...
Text: Helmut Eckl
Musik: Manfred Zick
© Bogner
Shine on you crazy diamond [6.46]
Text und Musik: Gilmour/Wright/Waters
Bearbeitung: Manfred Zick
© Pink Floyd Music Publishers Ltd.
remember when you were young
you shone like the sun
shine on you crazy diamond
now there's a look in your eyes
like black holes in the sky
shine on you crazy diamond
you were caught in the crossfire of childhood and stardom blown on the steel breeze
come on, you target for faraway laughter,
come on, you stranger, you legend, your martyr, and shine
5 Minuten später [1.57]
Text und Musik: Volksgut
Bearbeitung: Manfred Zick
© Ziro-Verlag
- An einem Sonntag Nachmittag, da reitet ein Kommiß
auf seinem Pferdchen hopp hopp hopp, im Trab reit' er mit Schmiss.
I wünsch da Glück, schreit jeda glei: „Wia Du reit' ned a jeda;
drauf kimmt da Gaul alloa nach Haus – nur 5 Minut'n späda.
- Die Marie schreibt an Liebesbrief an ihr'n geliebten Schatz:
in meinem Herzen hast ja nur Du alleine Platz.
I bleib da treu bis in den Tod, mein vielgeliebter Peter!"
Aber glei drauf is's mitaran andan g'schob'n -- nur 5 Minut'n späda.
- Im Wirtshaus, do sitzt oana herin, der wui sich rekommandier'n.
"Heit", sogta, "schmeißt mi koana naus, grod oana soi's probier'n!"
Er haut mit da Faust glei eine an Tisch und schreit ois wia a bläda.
Aber glei drauf sixt hoild draust oan lieg'n - kam 5 Minut'n späda.
- In einem Tölzer Schuhsalon, da kauft sich eine Frau,
a feins paar Stiefe sauba und nett und pass'n deans genau.
Sie hod a Freid an ihrane Schua und an dem schönen Leder:
Koa Absatz mehr, de Soiln valor'n - kam 5 Minut'n späda
Hasenmord [3.23]
Text: Manfred Zick
Musik: Manfred Zick
© Ziro-Verlag
Übersetzung ins Hochdeutsche
I sitz grod bei da Brotzeit,
do hör i a Gejaul,
i geh zu da Tür,
mei Hund tragt wos im Maul.
Im Liacht sieh'g i's genauer,
wos bringt denn der daher?
Den Has'n vo mein Nachbar'n
- maustot - so a Malheur.
Der wenn des merkt,
daß mei Hund da Mörder is,
dann bringt er'n sofort um,
des woaß i jetz scho g'wiß.
In meiner groß'n Not,
do pack i den tot'n Hos'n
und geh mit eahm in's Bad naus
und dua'n erst moi bad'n.
Des Bluat werd weggag'wasch'n,
des Fell glatt gefönt.
de valetzt'n, off'na Stellen,
de werd'n braun getönt.
Des G'sicht werd wieda zamg'flickt,
der ganze Has herg'richt,
jetz schaut er wia frisch g'storm aus,
so friedlich is sei G'sicht.
Bis Mitternacht do wart i,
ganz dunkel muaß erst sei,
beim Nachbar'n is koa Liacht mehr,
i schleich mi lautlos nei.
Ganz staad mach i den Stoi auf,
den Hos'n einig'hockt,
vor Angst mach i in d'Hos'n,
i wer beinah varuckt.
De Dia zua, außeg'schlicha,
koa Mensch hod mi entdeckt,
Ganz blaß geh i ins Bett,
mei Waldi is jetz g'rett'.
Am nächst'n Doog, ganz früah no,
mei Nachbar leit mi raus,
mir fahrt da Schreck in d'Glieda,
ganz langsam geh i naus.
I frog'n staad: "Wos is denn -
in olla Herrgottsfriah?"
Sei G'sicht is fahl und kaasweiß
und i g'spia, wia i fria.
Dann sogta: "I begreif ned,
vorgestern erst eigrob'n,
und heit sitzt er im Stoi,
mei Hos is zwoamoi g'storm!"
Text und Musik: Hartmut Hotzel
© Ziro-Verlag
Endzeit [4.59]
Text: Manfred Zick
Musik: Manfred Zick
© Ziro-Verlag
Manchmoi, do denge ma, wos muaß no ois's passier'n,
Koana huilft dem andan, mega-in is's Denunzier'n.
Und de do ob'n machan sowieso wos woill'n;
uns do unt'n is des wurscht, soi uns da Deife hoil'n.
Endzeit ---- Endzeit ---- out is in
Wieda in is da Macho und a de brave Frau.
G'frogt is ned da Mensch, sondern nur de geile Sau.
S'Glück gibt's nur für mi, koana frogt noch'm Du;
Koan Bock, no Future, Single - aber übercool!
Endzeit ---- Endzeit ---- out is in
Boild kummt de Endzeit, de meist'n san scho high.
Boild kummt de Endzeit. Ja boild is sowieso ois's vorbei.
D'Leit wern oiwei mehr und des g'foillt da Hierarchie,
Für'n Kardinal is Abtreib'n wia da Mord an Natalie
Herbergssuch heitzudoogs - d'Amtskirch is blind,
Und wieda is a junge Muadda alloa mit ihram Kind.
Ja mei si's Endzeit ---- s'is Endzeit ---- out is in
Da Kirch foilt seid 1000 Jahr a nix Nei's mehr ei.
Drum rennan's a de Scharlatane d'Türen total ei.
Alkohol und Ekstasy g'hör'n zum guten Ton.
S-Bahn Serf'n, Bungee Jumpin is da Megaturn.
Endzeit ---- Endzeit ---- out is in
Jetz kummt de Endzeit, de meist'n san scho high.
Jetz kummt de Endzeit, ja boild is sowieso ois's vorbei.
Und wega a paar Vabrecha werd jetzt s'Voilk total vawanzt;
D'Politika hab'n se längst hintam Rechtsstaat vaschanzt.
Etabliert de 68'ga und da Nachwuchs, ja der schlaaft;
s' System ist kam no greifbar, aber hod uns olle g'schafft.
Ja mei si's Endzeit --- Endzeit --- out is in
Mia hab'n de Endzeit de meist'n san scho high.
Mia hab'n de Endzeit, ja boild is sowieso ois's vorbei.
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